Samstag, 31. Mai 2008

Samstag, 31. Mai 2008 – HangZhou Tag 2

Heute Morgen wollte ich um 7 bzw. 8 Uhr aufstehen, aber ich war zum einen noch recht müde gewesen und zum anderen habe ich morgens wieder einmal gemütlich meine E-Mails überprüft. Das war aber auch nicht von langer Dauer und nachdem ich dann endlich fertig war, machte ich mich auf die Suche nach einer alten Apotheke, wobei ich meine Kamera und mein Wasser vergessen hatte und somit noch einmal zurückging. Auf dem Weg zur Apotheke kam ich dann an einigen Geschäften vorbei, die mehr für Touristen gemacht waren, so dass ich mich dort nicht lange aufhielt und mein verfrühtes Mittagessen oder spätes Frühstück in dem gleichen Restaurant, wie am ersten Abend in HangZhou zu mir nahm.


Danach fuhr ich mit dem Bus K4 wieder zum Berg, auf dem ich schon gestern gewesen war, nur um die Aussicht zu genießen und dieses Mal musste ich mir eine Karte für 10 ¥ kaufen. Das sah ich nicht ein, also lief ich den Berg ein wenig hinab, kletterte dann einen wilden Pfad nach oben, traf auf die nächste Straße und genoss die schöne Aussicht auf den See. Danach ging es im Sauseschritt wieder zum Bus, da ich zum Teeberg wollte, um mir dort gemütlich einen Tee zu trinken. Gesagt getan, nachdem der Bus da war, stieg ich am LongQing Garten aus und holte mir dort einen Tee. Danach zog ich am Berg meine Runde, traf auf ein Paar, die mich fragten, wo ich herkomme und ich antwortete in meinem schlechten Chinesisch, aber sie haben mich soweit verstanden, bis ich nicht mehr verstand, was sie sagten. Daraufhin ging ich weiter und habe oben dann einen wunderschönen Ausblick auf die Teefelder in der Umgebung gehabt.
Der Ausblick hat sich gelohnt. Wieder unten angekommen, nahm ich den Bus Y3 bis zum nördlichen Teil des Sees, wo ich den Aufstieg auf den Teil des Berges begann, den ich gestern mit dem Fahrrad nicht machen wollte.
Dort bin ich so ziemlich fast alle Wege abgelaufen, die es gab. Auf einem Teilhügel sah ich eine ältere Dame TaiChi Übungen praktizieren, später einen Mann Klimmzüge an einem Baum machen, was mich dazu ermutigte dies auch zu tun und ein kleines Armkrafttraining zu machen, dann lief ich weiter am Berg entlang, wo ich immer wieder sehr schöne Aussichtspunkte mit grandiosem Überblick über den See fand. Unter anderem sprach mich wieder ein chinesisches Paar an, wo ich denn herkomme und sie konnte sogar ein paar Worte Englisch. Nachdem sie erfuhren, dass ich aus Deutschland komme, erfuhr ich, dass er eine Schwester in Deutschland wohnhaft hat. Nach einer Weile verabschiedete ich mich, schließlich wollte ich noch mehr sehen.



Es folgten weitere schöne Aussichtspunkte, bis es mich auf dem höchsten Punkt für länger hielt, weil ich dort den Leuten beim Dehnen und Badminton zugucke und der Musik, den Instrumenten und dem Gesang lauschte. So dehnte ich mich einmal gemütlich und genoss nebenbei noch den schönen Sonnenuntergang.
Danach machte ich mich auf den Weg nach unten und kam dabei an einer Felsformation vorbei, die wiederum einen sehr schönen Ausblick auf den See gab, wo ich länger verweilte, um ein paar Bilder vom See und der Umgebung in der Nacht zu machen. Dieser Berg ist deutlich besser, als der im Morgen besuchte Berg.



Nachdem es dunkel geworden war, suchte ich mir einen Weg nach unten und ging in das von Phil empfohlene Restaurant, welches sehr groß und voll war. Nachdem ich einen Tisch hatte, holte ich mir Beggar's Chicken, das einer Geschichte nach von einem Mann in ein Lotusblatt gewickelt worden war und in Schlamm getaucht wurde. Nachdem einer seiner Kumpanen Hunger hatte, wurde das Ganze im Offen gebacken und mit einem Hammer geöffnet. Das in seinem eigenen Sud gekochte/gebackene Hähnchen schmeckte phantastisch, auch wenn es nicht mit Schlamm aber dennoch von einem Lotusblatt umgeben war. Einziger Nachteil an der ganzen Geschichte war nicht der Preis von 160 ¥ inklusive eines Bieres, sondern die Klimaanlage, die ständig auf meinen Tisch blies und mir damit auch die kleinen Fliegen (Gewitterfliegen) und Läusefliegen auf den Tisch wehte, so dass ich einen kleinen Friedhof hinterließ und von dem Ambiente damit ein wenig unzufrieden war. Danach lief ich einmal halb um den See, da meine Jugendherberge auf der anderen Seite des Sees war. Dort angekommen, unterhielt ich mich kurz mit Adam, den ich gestern schon kennengelernt hatte, welcher den heutigen Tag sehr nett mit einer lokal ansässigen Person verbracht hatte, um mehr über die Kultur des Landes zu erfahren. Aus seiner Sicht ein voller Erfolg. Später machte ich mich auf ins Bett, um noch kurz E-Mails zu checken und dann zu schlafen. Leider hatten wir eine Mücke im Zimmer, die ich lieber tot als lebendig sehe, so dass ich diese tötete. Danach kam die nächste an. Meine Zimmermitbewohner waren auch endlich alle angekommen, junge Studenten aus den USA auf Urlaubsreise. Nach der zweiten toten Mücke schlief ich eine Stunde, bis ich von einer weiteren geweckt worden war, die mich bereits ziemlich oft gestochen hatte. Also schnappte ich mir meinen Laptop, schrieb ein wenig am Blog, chattete mit Melanie, bis ich mithilfe des Laptoplichts die dritte Mücke getötet hatte. Mit Melanie chattete ich bis in den frühen Morgen hinein und geschlafen habe ich dann nicht mehr, da mich immer wieder Mücken ärgerten, sobald ich eine getötet hatte. Die Mücken mögen mich wirklich gerne. Also machte ich mich gegen 5 Uhr morgens fertig und verließ gegen 6 Uhr morgens die Jugendherberge, wobei bereits zwei chinesische Mädchen die Jugendherberge verlassen hatten. Ich lief von der Jugendherberge zum Zugbahnhof, da Adam dort ein Ticket für 54 ¥ nach Shanghai bekommen hatte, was ich recht günstig fand. Auf dem Weg holte ich mir ein paar Baozi, die wirklich lecker waren und am Bahnhof erfuhr ich, dass mein Ticket 156 ¥ kosten soll, der Zug 4 Stunden braucht und dabei auch erst um 8.40 Uhr losfährt. Ich nahm den Bus K188, den ich schon am ersten Tag in HangZhou zur Jugendherberge genommen hatte, zum Busbahnhof, wo ich ein Busticket für 115 ¥ mit nur 3,5 Stunden Fahrzeit bekam und dieser fuhr bereits um 7.40 Uhr los.

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