Mittwoch, 17. September 2008

Mittwoch, 17. September 2008 – WuLingYuan

Heute Morgen klingelte der Wecker um 5.20 Uhr, ich machte ihn aus und legte mich nochmal hin. Dass ich eine ganze Stunde länger schlafe, hätte ich nicht gedacht. So wachte ich also um 6.30 Uhr auf und nachdem ich fertig war, verließ ich das Hotel, wobei ich den Herrn unten wecken musste, damit er mir die 50 ¥ Kaution geben konnte. Beim Busbahnhof angekommen, musste ich nicht lange warten, bis der Bus abfuhr und ein Herr begleitete mich, der mir eine Tour anbot, die ich aber nicht haben wollte. Also stieg er eine ganze Weile später aus, da er immer wieder fragte, ob er mein Reiseführer sein könne und ich ihm versuchte zu verstehen zu geben, dass ich keinen Reiseführer haben wolle.
In WuLingYuan angekommen, suchte ich mir meinen Weg zum Park, wobei ich dort nach einer Gepäckaufbewahrung fragte, diese aber 20 ¥ für eine Nacht haben wollten, da es ja „zwei“ Tage waren. Ich fragte also in diversen Hotels nach, wobei ich erst beim dritten „Internationalen“ Hotel Glück hatte, weil ich dort jemanden traf, der Englisch sprach und wo ich den großen Rucksack zwischenlagern konnte. Erst wurde mir gesagt, dass es kostenlos wäre, aber dann kam die Einschränkung, nur wenn ich ein Hotelzimmer hätte. Ich dachte mir schon so etwas, aber für 10 ¥ war mir die Aufbewahrung recht und ich hatte jemanden, der Englisch sprach. :) Danach aß ich mir noch ein paar Nudeln, die 10 ¥ kosteten, ich verstand aber 4 ¥, weil die Leute hier im Süden das „shi“ wie ein „si“ aussprechen. Nun gut, sie haben wenigstens gut geschmeckt. Außerdem zeigte er mir noch ein Hotelzimmer für 80 ¥ was gut aussah, aber da ich andere Pläne hatte, guckte ich mir dieses auch nur an.
Danach ging ich zum Parkeingang, wo man nur einen Studentenrabatt bis zum 24. Lebensjahr bekommt. Schade, somit war für mich auch ein Preis von 248 ¥ fällig, was ich doch als sehr viel empfand. Der Eintritt in den Park war interessant, da dort ein Fingerabdruck genommen wurde, damit die Karte nicht übertragen werden kann.
Im Preis waren immerhin alle Busse inbegriffen, sodass ich erst einmal einen Bus bis zum eigentlichen Startpunkt nahm und dann anfing zu laufen. Ich kam bis zum Mittag gut vorwärts und telefonierte ein wenig mit ShaoYan gegen Mittag.



Gegen 13 Uhr nahm ich den nächsten Bus, ein Stückchen, lief zurück und guckte mir noch ein paar andere Aussichtspunkte an, wobei es bei einmal ein fantastisches Echo gab. Ich war begeistert. Später nahm ich wieder den Bus, dieses Mal ein längeres Stück, wo es wiederum einen Weg gab, der auf meiner kleinen kostenlosen Karte nicht verzeichnet war. Dort hatte ich auch eine fantastische Aussicht und ich traf auf eine Familie, für die ich ein paar Fotos machte und die auch für mich ein Foto schossen.








Danach kehrte ich zur Straße zurück und nahm einen Bus in eine Richtung, in die ich eigentlich nicht wollte, aber da ich nur den Bus nahm und diesen auch wieder zurücknehmen konnte, war es nicht schlimm. So konnte ich einfach mal die Landschaft genießen, die auch hier sehr schön war. Wieder oben am Berg ankommen, fuhr ich letztendlich mit einem Bus weiter die Runde, wobei der Busfahrer sehr rasant um die Kurven fuhr, so dass es die Leute schwer hatten im Bus auf den Sitzen zu bleiben. :) Es machte jedenfalls Spaß. Kurz vor der Endhaltestelle, sah ich eine Jugendherberge, die ich aufsuchte und dort bekam ich ein Zimmer für 40 ¥, was günstiger war, als die 80 ¥, die mir andere Personen genannt hatten. Nachdem ich meinen Rucksack zwischengelagert hatte, lief ich mit einer Wasserflasche und einer Taschenlampe noch ein wenig durch die Gegend, schließlich, wollte ich noch etwas sehen.


Dabei ging es für mich nur noch Berg ab und unten musste ich eine Entscheidung treffen, ob ich links oder rechts gehe. Ich entschied mich für links, da ich keine wirklich Ahnung hatte, wo ich war. Dieser Weg war scheinbar nicht so besonders gefragt, da er mit Moos bewachsen war und auch ein wenig rutschig war. Dafür war er aber sehr schön. Noch weiter unten angekommen, bahnte ich mir meinen Weg weiter Fluss abwärts, bis ich zu einem Schild kam, das mir sagte, dass es hier zu einer Brücke geht, die ziemlich nahe an meiner Jugendherberge war. Also begann ich aufgrund der späten Zeit den erneuten Aufstieg. Ich kam oben relativ zügig an, wobei es Berg ab vorher doch noch schneller ging, und ich überholte einige Leute während des Aufstiegs, die feststellten, dass ich immer zwei Stufen nahm. Oben angekommen, ging ich noch einen weiteren Weg lang, wobei es dabei schon langsam dunkel wurde und nach einem letzten Foto war dann auch Schluss, so dass ich morgen diese Strecke noch einmal bei Tageslicht gehen möchte, denn die Gegend scheint wunderschön zu sein.
Zum Glück hatte ich meine Taschenlampe mitgenommen, so dass ich mir teilweise den Weg leuchten konnte und an der Straße angekommen, kaufte ich mir eben ein Eis, da ich wirklich Appetit darauf hatte. Die Straße zurück zur Jugendherberge ging sich gut ohne Taschenlampe, da die weißen Seitenstreifen noch gut leuchteten, jedoch war der Weg bis zur Jugendherberge länger als gedacht und dauerte ganze 20 Minuten. Da der Bus morgen erst um 8 Uhr zu fahren beginnt, wird das noch ein Stückchen zum Laufen sein. In der Jugendherberge angekommen, machte man sich schon Sorgen um mich, da es bereits dunkel war, aber ich hatte ja glücklicherweise meine Taschenlampe mitgenommen, wie man dann sah. Dort aß ich mir eine paar Nudeln für 10 ¥ und da die Familie zu viel gekocht hatte, durfte ich auch noch bei ihrem Essen mitessen. Im Fernsehen lief die Abschlussfeier der Paralympics, aber da ich heute eigentlich früh ins Bett wollte, war ich wieder im Zwiespalt. Außerdem rief mich ShaoYan an, weil sie von einer ihrer Freundinnen an deren Geburtstag zum KTV eingeladen wurde, was dann aber doch jeder selber bezahlen musste. Eine tolle Einladung. :( Sie war einfach nur enttäuscht, was für mich nachvollziehbar war. Nach unserem Gespräch ging ich mich duschen, sortierte ein paar Bilder aus, schrieb den Blog für heute und legte mich noch vor 23 Uhr hin, da der Wecker auf 5.30 Uhr stand, weil doch die Sonne morgen um ca. 6 Uhr aufgehen soll. Das möchte ich natürlich nicht verpassen und ich möchte schließlich morgen die Zeit sehr präzise nutzen, um noch möglichst viel bis 12 Uhr zu sehen.

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