Dienstag, 23. September 2008

Dienstag, 23. September 2008 – Ein Tag in der Firma

Heute Morgen stand ich gegen 8 Uhr auf, machte mich gemütlich fertig und nachdem meine Wohnungsmitbewohner, die ich bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, alle die Wohnung verlassen hatten, ging ich mit meinem Rechner noch ein wenig ins Internet. Ich kündigte mich auf der Arbeit an, schrieb noch ein paar E-Mails, setzte noch ein paar Seiten meines Blogs ins Internet und ging mir unten kurz etwas zu essen holen.

Dabei empfand ich es mit dem Wind recht frisch, so dass ich mich entschloss mir noch einen Pullover zu holen. Danach ging ich zum Bus, um an meiner Bank am vierten Ring einen Kontoauszug zu machen, den ich für das Gespräch später mit Sarah benötigte. Gegen 11.15 Uhr kam ich in Xi'ErQi an und ShaoYan hatte mir gerade, als die Bahn einfuhr, eine SMS geschickt, dass sie angekommen war. Ich schickte ihr eine SMS zurück, dass ich jetzt auch da wäre, obwohl ich gerade ausstieg und sie bereits gesehen hatte. Wir gingen gemeinsam zur Firma, auf dem Weg holte ich mir noch ein JianBing, das ich schon lange nicht mehr gegessen hatte und in der Firma, waren viele Leute sehr froh, mich zu sehen. Ich gab Heidi, Sabine und Amy den Zucker aus Hunan, wobei Amy für ein Training außer Haus war. Sarah hätte mir das Training am liebsten übergeben, aber da ich nicht mehr in der Firma arbeitete, waren eben Amy und An dafür unterwegs. Eric bekam das große Bierglas von mir, da ich dachte, es wäre ein schönes Geschenk für ihn und man konnte sein leuchten in den Augen ablesen. :) Sarah wurde direkt über mein Eintreffen informiert, so dass sie mir anbot, doch unten in der Kantine mit ihr essen zu gehen. Wir nahmen die Einladung an und bekamen ein leckeres und etwas teures Essen. Wir unterhielten uns recht viel über Urlaub, sehenswürdige Plätze, Arbeit und ShaoYans Visum. Danach gingen wir wieder nach oben und dort bekam ich mein Zeugnis, zeigte ein paar meiner Reisebilder und klärte das Problem mit der Bezahlung. Sarah hatte mir nur einen Lohn von 3 Wochen gewährt, da sie der Meinung war, dass ich genau 1 Woche Urlaub hatte, was aber nicht stimmte, da es ein gewährter und einkalkulierter Urlaub war. Außerdem, nach kurzer Berechnung meinerseits, hatte ich dann wohl doch kein weiteres Wochengehalt bekommen, sondern deutlich weniger. Irgendwann verliere ich da noch einmal den Überblick. Nachdem soweit alles geklärt war, gingen ShaoYan und ich zu Heidi.
Dort unterhielten wir uns ein wenig und Heidi teilte mir nach kurzer Zeit mit, dass sie einen eventuellen Neuzugang bekämen und sie gleich ein Interview führen müsste. Daher fragte sie mich, ob ich es nicht übernehmen könne, bzw. ob ich ihr nicht helfen könne. Ich stimmte zu, wo ich doch schon einmal da war. Kurz danach kam Sarah mit der gleichen Bitte, wobei Heidi doch etwas schneller war. So sind dann Heidi, ShaoYan und ich zum Interview gegangen und ich habe das Interview geführt. Sein Deutsch war gut, sein Lebenslauf konsistent mit seinen Aussagen. Er hatte bisher noch nicht gearbeitet und bei Problem sucht es nach Lösungen oder fragt sich eben durch. Das hörte sich alles sehr gut für ihn an. Das einzige Problem schien sein Englisch zu sein, da er von meinem Gesprochenen nicht allzu viel verstanden hatte. Aber es kommt ja auf das Geschriebene an, also ging der Kandidat nach einem recht guten Interviewergebnis zum Schreibtest. Heidi, Sabine, ShaoYan und ich unterhielten uns noch ein wenig, bevor ShaoYan und ich dann gegen 15 Uhr das Gebäude verließen. Wir fuhren zur Bank, wo ich nach dem IBAN- und SWIFT-Code fragte. Daraufhin gaben sie mir eine Karte auf der alles draufstehen sollte. Der SWIFT-Code war aber von der Deutschen Bank in Deutschland. Immerhin hatte ich von den Damen und Herren den Internet Zugriff auf mein Konto bekommen, auch wenn alles in Chinesisch ist und ich keine Überweisung aus dem Internet tätigen kann, da man dazu ein spezielles Programm und einen USB-Schlüssel braucht. Danach digitalisierte ich noch ein Foto vom Freizeitpark, was ich schon lange machen wollte und wir fuhren nach ZhongGuanCun, wo ich nach einer Kameratasche suchte, eine für 65 ¥ kaufte und nach weiteren Akkus für Kamera und Mobiltelefon suchte. Die Batterie für die Kamera kaufte ich diese Mal für 40 ¥, nachdem das Feilschen etwas länger gedauert hatte und wir dem Preis tatsächlichen Preis damit wohl recht nahe gekommen waren. Die Mobiltelefonbatterie war mir im Moment mit 95 ¥ zu teuer, da ich dieses Mobiltelefon vielleicht nicht mehr so lange verwenden werde. Ich würde mir ja gerne ein neues Mobiltelefon in Deutschland zulegen. Also kauften wir uns noch einen Milchshake und gingen noch einmal bei meiner Bank in ZhongGuanCun vorbei.
Dort gab man mir den gleichen Zettel mit dem gleichen SWIFT-Code für die Deutsche Bank in Deutschland. Nach weiterem Fragen erfuhren wir, dass diese Bank keinen SWIFT-Code hat, sondern es in China angeblich nur eine Bank mit SWIFT-Code gibt, die „Bank von China“. Also bin ich bei einer nicht internationalen Bank. Schade. Immerhin habe ich Zugriff auf meine Kontodaten und weiß, was ich überwiesen bekomme, da ich von Deutschland aus meinen voraussichtlichen Geldeingang in China kontrollieren möchte. Wir nahmen den Bus 983 zu ShaoYan nach Hause und ich schlief ein wenig im Bus. Nachdem wir angekommen waren, gingen wir kurz bei ihrer Oma vorbei, wo ShaoYan durch einen Anruf bei Wuxuyi erfuhr, dass wir zu einem etwas entfernteren Restaurant mussten. Also fuhren wir mit einem Bus noch drei weitere Haltestellen, bevor wir letztendlich am Restaurant ankamen. Dort waren Maria, Wuxuyi, ein Freund von ihr und Qunuo bereits da. Wir hatten eine gemütliche Runde und der Bruder von Qunuo kam später noch hinzu. Gegen 22 Uhr fuhren wir wieder zurück und Qunuo und ihr Bruder wollten noch Billard spielen gehen. ShaoYan und ich hatten nicht viel Lust, da sie aber Qunuo nicht wieder schlecht gelaunt erleben wollte, ging sie mit, während ich schon zu ShaoYan nach Hause ging, da ich noch einige Sachen erledigen wollte und ich mich auch müde fühlte. Ungefähr eine Stunde später kam ShaoYan auch nach, da sie keine Lust mehr auf Billard hatte, während ich mit Kim ein wenig gechattet hatte, meinen Blog aktualisiert hatte und noch ein paar E-Mails geschrieben hatte. ShaoYan legte sich ziemlich bald hin, während ich noch bis 2 Uhr morgens den Blog bis Ende August aktualisierte, da es mir wichtig war. Danach legte ich mich auch hin, da wir morgen wieder viel geplant haben.

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