Samstag, 14. April 2012

Samstag, den 14.04.2012 - Judo, Buddha-Umtausch, weiterer Einkauf und Treffen mit Bill und Frau

Arnaud hatte mir am Vorabend mitgeteilt, dass er gegen 8.30 Uhr zur Judohalle losfahren wird. Also standen sowohl Siggi als auch ich zeitig um 7.30 Uhr auf, damit genügend Luft zum Fertigmachen bestand. Nach einem kleinen Kaffee sowie einer Banane zum Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zur Judohalle. Siggi hatte einen von Arnauds Judoanzügen bekommen, der ihm sehr gut passte. Beide haben ungefähr die gleiche Statur. Da wir keinen dritten Schwarzgurt hatten, zog Siggi einen Weißgurt an. In der Judohalle hatten wir zunächst eine Stunde Kata-Training, in der sich Siggi um Arnaud und einen weiteren Schwarzgurt kümmerte. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die drei verbleibenden Grüngurte. Es war schön, dass die Katame-no-Kata Thema des Trainings war, weil Siggi diese sehr gut beherrscht. Dadurch wurde Arnaud zwar viel korrigiert, aber genau das half ihm unheimlich weiter. Schließlich ist Arnaud sonst nur Trainer und vernachlässigt dadurch sein eigenes Training. In der zweiten Unterrichtseinheit wurde zwei Stunden lang ein Kindertraining mit ca. 13 Teilnehmern durchgeführt. Auch hier ging ich erneut intensiv auf den Griffkampf ein und lies zum Schluss ziemlich viel kämpfen. Das Training rundete ich mit drei Einzelkämpfen ab, indem die ältesten und höchstgraduierten Kinder gegen mich antraten. Damit wollte ich zeigen, was Wettkampf wirklich bedeutet. Nach ein paar Dehnübungen war das Training um 12.15 Uhr schon zu Ende.
Von der Judohalle aus tauschten Siggi und ich zunächst die Buddhas um und ich kaufte mir eine weitere Trennhose. Anschließend probierte ich im 3.3 beim Schneider meinen Anzug an und ließ ihn abstecken. Der Anzug sowie die Hemden saßen sehr gut. Den Anzug und die Hemden werde ich am Montag abholen. Auf dem Rückweg zu Arnauds Apartment aßen wir uns beide eine Nudelsuppe, weil Siggi sich auf diese Nudelsuppe sehr freute. Zurück im Apartment waren Arnaud und Clarisse bereits mit den Vorbereitungen für das abendliche Treffen mit ihren Freunden zu Gange. Ich half Clarisse auf besonderen Wunsch von Arnaud beim Abschmecken des Cocktails, während Siggi sich ausruhte. Anschließend legte ich ebenso für eine halbe Stunde hin, wobei ich vergaß, mir den Wecker zu stellen. Ich ging fest von der Annahme aus, dass ich bei hinterm Kopf verschränkten Armen von alleine aufwachen würde. Als Siggi auf einmal in der Tür stand, brauchte ich eine Weile, um zu realisieren, was er von mir wollte und dass wir uns ja mit Bill treffen wollten.
Gegen 17.30 Uhr fuhren wir nach ShangDi und nahmen dazu in DongZhiMen die Linie 13. Gegen 18.30 Uhr kamen wir in ShangDi an, wo uns Bill mit seinem Auto abholte. Auf dem Weg zu einem in der Nähe meiner ehemaligen Arbeit liegenden Restaurant pickte Bill seine Frau vom Einkaufen auf. Ich freute mich sehr, sie nach so langer Zeit endlich wieder zu sehen. Im Restaurant bestellte Bill eine Menge zu essen und zu trinken, nachdem er seine Frau zum Fahrdienst überredet hatte. Dabei war irgendwie klar, dass Bill, obwohl er nicht mehr so viel Alkohol trinkt, die Gelegenheit nutzte, mit mir trinken zu können. Wir aßen, tranken und quatschten gute 3-4 Stunden und die Zeit verflog im Nu.




Gegen 22.30 Uhr setzten uns die beiden an der Linie 13 in Xi'ErQi ab, wo wir nach einer langen Verabschiedung von den beiden mit der U-Bahn zurück nach DongZhiMen fuhren.
Zurück im Apartment war die Party in vollem Gange. Arnaud stellte uns seinen Freunden vor, während Clarisse für uns beide Getränke besorgte. Als ob wir bisher noch nicht genug Alkohol getrunken haben. Also setzten wir den Abend mit einem Cocktail fort. Als ich meinen Blick so durch die Runde schweifen ließ, fiel mir eine Person sofort auf. Denn diese hatte ich heute Morgen noch im Judoanzug mit Grüngurt beim Judotraining gesehen und nun saß sie total schick im Anzug genau vor mir. Ich konnte mich an ihn von 2008 erinnern, wo er mit einem Weißgurt gerade frisch mit Judo angefangen hatte. Als ich mich mit dem Stuhl etwas außerhalb der Runde dazugesellte, meinte er, dass ich mich als Lehrer doch nicht in seinen Rücken setzen könne und so wurden Siggi und ich herzlich in die gemütliche Runde integriert.
Als sich die ersten Gäste verabschiedeten, setzte ich mich ans Netbook und beantwortete ein paar eingegangene E-Mails. Während Arnaud bei der zweiten Verabschiedung seine restlichen Gäste nach draußen brachte, halfen Siggi und ich Clarisse beim Aufräumen. Als Arnaud zurück war, setzte sich Siggi mit diesem hin und trank ein paar Obstler. Clarisse und ich setzten uns anschließend dazu. Während ich den restlichen Champagner leerte, gönnte sich Clarisse ebenfalls einen Obstler jedoch von einer anderen Sorte. Bevor wir alle gegen 2 Uhr ins Bett gingen, teilte mir Clarisse noch mit, dass sie für 7 Uhr am Sonntagmorgen ein Taxi bestellt hat. Sie wollte mit uns gemeinsam zur Großen Mauer nach JinShanLing fahren. Wir freuten uns.

Keine Kommentare: