Freitag, 15. Februar 2008

Donnerstag, 07. Februar 2008 – Auf geht's nach Singapore

Heute Morgen klingelte zwar der Wecker um 7.30 Uhr, aber ich habe es nicht aus dem Bett geschafft und hatte bis 8.30 Uhr weitergeschlafen. Jetzt musste ich mich aber sputen, denn um 9.30 Uhr musste ich allerspätestens am Bus sein. Ich war froh, dass Meike keinen Platz mehr im 7.30 Uhr Bus bekommen hatte. Nachdem ich mit allem fertig war, verabschiedete ich mich kurz von Meike und ging noch etwas frühstücken. Wieder im gleichen Restaurant wie gestern Morgen angekommen, bekam ich wieder das gleiche Gericht zum Frühstück, plus eine kross gebackene Hähnchenkeule (6,5 Ringgit). Fünf Minuten später war ich am Bus und trug dort die letzten zwei Tage nach, so dass ich nur noch den Blog bei Gelegenheit hochladen muss. Nach einem Zwischenstopp, ging es weiter mit der Blogkontrolle. Im Anschluss habe ich mir noch die Reiseführer für Singapur angeguckt, da ich mir einen Überblick verschaffen wollte. Der nächste Stopp war dann die Grenze von Malaysia, wo ich einen Ausgangsstempel erhielt und wieder in den Bus steigen durfte. Die nächste Grenze, als wir über eine Bücke übers Meer gefahren sind,
war die von Singapur, wo wir mit allem Gepäck einmal durch eine Kontrolle durften. Ich wurde nach einer Adresse gefragt, wo ich übernachten werde. Ich konnte ihr keine nennen, da ich weder ein Hotel gebucht hatte, noch genau wusste, wo ich unterkomme. Also hat sie “Hotel” geschrieben und das war es.
An der Busendstation angekommen stand ich nun in Singapur und hatte weder Geld noch einen Plan, wo ich genau muss. Zum Glück konnte mir da ein Wachmann weiterhelfen. Er meinte, zum Geldtauschen hätte ich einen sehr ungünstigen Tag erwischt, da heute und morgen hier gesetzliche Feiertage sind und somit keine Bank geöffnet hat. Super, das war schon mal klasse. Aber er konnte mir sagen, wo ich bin, so dass ich für morgen jetzt weiß, dass wenn es zeitlich knapp wird, ich jederzeit mit der U-Bahn fahren kann. Dann habe ich mich mit dem Lonely Planet und andern Karten vertraut gemacht und mir meinen Weg zum “Little India” gebahnt.
Das hat super geklappt und dort habe ich dann von meinem deutschen Konto 100 Singapore Dollar abgehoben. Auch wenn es kein großer Betrag war, mehr macht hier für mich einfach keinen Sinn. Dann bin ich durch Little India gelaufen. Es war wirklich beeindruckend, wie viele Leute auf den Straßen anzutreffen waren. Hat mir sehr gut gefallen. Die Strecke war jetzt nicht so wahnsinnig groß, aber die Schlangenlinien, die ich laut Karte gehen sollte, machten es doch zu einem Stückchen. Ich bin ging auch mal in einen Hindutempel rein, habe aber vorher die Schuhe ausgezogen, da dies hier Vorschrift ist.





Dann ging es weiter durch Little India und am Ende meiner Reise habe ich in einem Restaurant mein Abendessen gegessen. Das Mittagessen ist heute mal ausgefallen. Dann habe ich mir den Weg zum Backpacker-Hostel gesucht und habe hier noch ein wenig vom Frühlingsfest an einer Stelle in Singapur mitbekommen.

Nachdem ich versucht hatte ins Internet zu kommen und leider erfolglos blieb, bin ich nach einigem Suchen im Backpacker-Hostel gewesen, welches einen sehr guten Eindruck macht. Dort habe ich ein Bett für die Nacht für 12 Singapore Dollar bekommen, meine Sachen an der Rezeption stehen lassen und mich mit der Kamera gewappnet wieder auf Weg in die Stadt gemacht. Denn an der Rezeption habe ich durch zwei Leute erfahren, dass gegen 21.30 Uhr ein Feuerwerk starten soll und generell die Stadt auch bei Nacht sehr schön ist.


Also bin ich an dem Abend alles abgelaufen, was für mich interessant aussah, wie Marina Bay, Chinatown,


welches sehr schön aussieht und das Frühlingsfest an der Bucht.
Dort hat dann das Feuerwerk auf der Brücke stattgefunden, welches mit fünf Minuten recht kurz aber nett war. Zum Abschluss bin ich über gemütlich über das Fest gegangen und bin noch einmal bei einer wahnsinnig tollen chinesischen Aufführung stehen geblieben.
Nach einer halben Stunde konnte ich nicht mehr stehen und so habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Es war ja auch schon kurz vor 23 Uhr. Bevor ich dann ins Hostel ging, habe ich mir noch einen Milchshake gegenüber geholt. Im Hostel selber wollte ich meine Sachen holen, aber der Rezeptionist war nicht da und so wollte ich nicht einfach meinen Laptop nehmen. Als er dann da war, kam ein 61 jähriger Engländer mit Namen Derek, der auch gerne ein Bett haben wollte und hier in dem Hostel schon öfter gewesen war. Leider gab es für ihn kein Bett mehr und interessanter Weise kam er auch aus China von Tsing Tao über Peking nach Singapur, um seinen Pass zu erneuern, der Randvoll mit Reiseeinträgen ist und weil in China alles geschlossen ist. Wir haben uns dann ein wenig unterhalten, er bemerkte, dass ich ein sehr gutes Englisch habe (Danke) und nach einigen erfolglosen Versuchen andere Hostels anzurufen, wurde doch noch ein Bett für ihn aufgebaut. Wir haben uns recht viel über seinen Aufenthalt in China unterhalten, was er schon alles gemacht hatte und wo er seine Wunde am Kopf her hatte. Denn er war irgendwann einfach gestürzt, wusste aber nicht wie es gekommen war und keiner hatte ihm geholfen, da keiner da war in Tsing Tao. Er hat mir unter anderem eine Nummer eines Bekannten gegeben, wenn ich irgendwann mal nach Shanghai oder Taiwan möchte, dann könne ich dort mal wegen eines Jobs mich umgucken und hätte damit auch direkt eine Übernachtungsmöglichkeit. Das fand ich sehr nett. Nachdem es endlich mit meinem Internetzugang geklappt hatte, habe ich noch kurz meine E-Mails abgerufen und mich gegen 1 Uhr ins Bett gelegt.
Eine Decke hatte ich nicht, aber es war oben auf dem Dach jetzt nicht so kalt. Das Wetter hier in Singapur war jedenfalls angenehmer als in Kuala Lumpur, da hier seit meiner Ankunft heute Nachmittag ein kontinuierlich angenehmer Wind wehte.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Mittwoch, 06. Februar 2008 – Kuala Lumpur – die restlichen Sehenswürdigkeiten

Morgens also um 7 Uhr das Haus verlassen, ging es erstmal zum Frühstück zu einem der indischen Läden auf dem Weg. Dort habe ich dann einen Tee und ein leckeres Nudelgericht zum Frühstück bekommen.


Das hatte schonmal gut getan. Die 4 Stunden Schlaf waren doch etwas zu wenig gewesen, aber da muss ich jetzt durch. Von der Bahn bin ich dann zu den Petronas-Towern gefahren, wo ich erstmal anstehen musste. In der Zwischenzeit hatte ich mich mit den Belgiern vor mir und mit den Däninnen hinter mir unterhalten. Dann bekam ich eine Karte für 9.15 Uhr und war recht früh oben auf der Tower-Bridge. Unten wurde vorher ein Film über die Entstehung der Tower gezeigt und die Firma Petronas kurz vorgestellt (Ölgesellschaft). Dann hatte ich eine Taiwanesische Familie kennengelernt, die meinten, ich solle auch mal unbedingt nach Thailand kommen. Da ich sagte, ich wüsste noch nicht, wie das mit meinem Geld aussieht, gaben diese mir eine Visitenkarte und meinte, wenn ich in der Gegend wäre, solle ich mich mal bei ihnen melden. :)


Nachdem ich aus dem Tower kam, bin ich durch den anliegenden Park geschlendert und hatte meine Beine mal ins Wasser getan. Das hatte richtig gut getan. Es war sehr erfrischend.
Von dort bin ich wieder in den Tower zurück, um mich einmal nach den Produkten für Annika zu erkundigen. Hier fand dann eine Fehlkommunikation zwischen der Verkäuferin und mir statt, da sie meinte, ich müsse 140 Ringgit plus 65 Ringgit bezahlen. Ich hatte es so verstanden, dass ich 140 Ringgit bezahlen müsse und dann davon so viel Rabatt durch das zweite Produkt bekomme, dass ich gesamt nur 65 Ringgit bezahle, was mir ein wenig komisch vorkam. Also gab ich die Produkte zurück, denn so viel Geld hatte ich jetzt nicht mit. Vom Tower aus begab ich mich zu einem Touristeninformationscentrum, um zu erfragen, wie ich zu den Batu Höhlen komme. Also stieg ich auf deren Hinweis in einen Bus zum Bukit Market ein, aß dort erstmal zu Mittag, versuchte Meike anzurufen, was leider nicht klappte und nahm den Bus 11 zu den Höhlen. In dem Bus habe ich dann ein Ehepaar kennengelernt, die aus Luxemburg kommen und sehr viel rumreisen. Dabei habe ich dann bemerkt, wie beschränkt in der Akzeptanz und anspruchsvoll doch manche Leute sein können, denn diese buchen meistens 4-5 Sterne Hotels, gehen nur europäisch Essen, da sie Angst haben, das asiatische Essen nicht zu vertragen und meiden große Menschenmassen, da sie in Indien unter anderem schon einige schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich fand die Geschichten interessant auch mal solch eine Seite zu hören. Bei den Batu Caves angekommen bot sich außerhalb und innerhalb der Höhlen ein phantastischer Anblick. Es gab auch viele Affen vor Ort und eine sehr große goldene Buddha Statue.



Wieder am Bus angekommen, unterhielt ich mich kurz mit einer Engländerin, die hier auf eigene Faust unterwegs war und im Bus saß dann zufällig wieder das luxemburgische Ehepaar, die nicht nach oben gegangen sind, so dass ich mich mit denen weiter unterhielt. Da ich müde war, machte ich nachher mal die Augen zu, was recht gut tat.
Wieder am Market angekommen, hatte ich nochmal versucht Meike anzurufen, leider vergebens. Also bin ich zu ihr auf die Arbeit gefahren, wobei mir auffiel, dass mir mindestens 50 Ringgit fehlen. Sind mir entweder im Bus von der Person hinter mir entwendet worden oder aber aus der Tasche gefallen. Gut war ja nur Geld. Bei Meike angekommen wurde erstmal der Hinflug auf die Insel gebucht, da ich von da aus als Backpacker über das Land zurückreisen werde und versuchen werde, noch die Teeplantagen mitzunehmen, denn die Reise dorthin mit Meike am Wochenende fällt leider aufgrund des Chinesischen Neujahrs, das hier auch einen sehr großen Einfluss hat, aus. Von der Arbeit bin ich nach Hause gelaufen, um die Karten und Prospekt und die Tasche von Meike wegzubringen und ihr eine neue Tasche zu holen. Dabei habe ich einmal ein Foto von den Motorradfahrern gemacht, die hier immer nach vorne an die Ampel fahren.
Hier fahren sehr viele Mopeds und sie fahren schneller als in China. Außerdem empfinde ich hier den Abgasgestank extremer als in China. Bei Meike die Tasche abgeliefert, habe ich mich zum Orchideen- und Hibiskus-Garten auf den Weg gemacht und ich wollte mir noch den Vogelpark angucken. Der Weg war weiter als ich dachte, da ich einmal um den Hügel herumlaufen musste. Ich kam an einem weiteren Bahnhof vorbei
und musste dann auch noch aufgrund der Straße in Schlangenlinien hochlaufen. Oben angekommen hat sich der Weg durch den Orchideengarten sehr gelohnt. Im Hibuskus-Garten, der Nationalpflanze blühten nur wenige Bäume/Sträucher, aber die Orchideen waren klasse.


Dort ruhte ich mich auch mal ein wenig aus, denn ich war von der Wärme, dem wenigen Schlaf und dem vielen Laufen schon sehr geschlaucht. Für den Vogelpark hätte ich dann nur noch eine Stunde Zeit gehabt und ein Paar meinte, dass eine Stunde zu knapp wäre, also habe ich mir die 35 Ringgit für etwas anderes gespart. Von da aus ging ich dann nach einer weiteren Erholungspause für meine Füße ins Chinatown, da ich dort nach dem Lonely Planet gucken wollte, weil es den hier angeblich sehr günstig geben soll.
Die meistens Läden und der Buchladen hatten schon aufgrund vom chinesischen Neujahr geschlossen, der Markt war aber noch im vollen Gange. Da ich auf diesem keinen Buchstand finden konnte bin ich von da aus zu Meikes Arbeit zurückgelaufen.
Auf der Arbeit angekommen hatte sie schon auf mich gewartet, da die Kollegen von ihr beschlossen hatten Chinesisch Essen zu gehen. Keiner rechnete damit, dass alle Chinesen geschlossen hatten und auch noch einige weitere Geschäfte aufgrund des chinesischen Neujahrs geschlossen sind. Also sind wir Thailändisch essen gewesen, was sehr lecker geschmeckt hatte, aber für mich mit 45 Ringgit doch wieder etwas teurer war.


Es hat jedenfalls lecker geschmeckt. Nachdem wir bezahlt hatten, sind Meike und ich noch zu den Petronas-Towern gefahren, da ich unbedingt ein Foto bei Nacht von diesen haben wollte.
Von dort aus haben wir ein Taxi nach Hause nehmen müssen, da die Bahn schon um 23 Uhr ihre Pforten schloss. Nach kurzer Verhandlung haben wir für die Fahrt 15 Ringgit bezahlt und zu Hause angekommen habe ich, während Meike mit ihren Eltern zu Hause telefonierte, mit Silke, Timm und Jan gechattet, Roland eine E-Mail geschrieben und meine E-Mails von der Arbeit einmal überprüft. Nach einigem Sachenpacken bin ich wieder spät im Bett gewesen, so gegen 2 Uhr. Schwimmen viel aufgrund der späten Zeit nun aus. Der Wecker steht auf 7.30 Uhr.

Dienstag, 05. Februar 2008 – Kuala Lumpur – Auf Erkundungstour

Morgens ist Meike um 7 Uhr aufgestanden, um zum Sport zu gehen. Gegen 9 Uhr war sie wieder da und ich war fertig, um Frühstücken zu gehen. Die Nacht habe ich persönlich nicht so gut geschlafen, da ich einige Male wach geworden bin und Mücken mich als Nahrungsquelle genutzt hatten. Meike ist von diesen schon richtig gezeichnet. Wir machten uns also auf den Weg zu ihrer Arbeit und Frühstückten auf dem Weg bei einem Inder. Das Frühstück war lecker, ich hatte da jedoch eine andere Vorstellung von Frühstück gehabt, denn ich dachte es wäre mehr (Quantität). Egal, es war jedenfalls sehr lecker und vielseitiger als mein morgendliches Frühstück in China. Bei ihr auf der Arbeit angekommen, wurde ich erst einmal allen vorgestellt, dann schnappte ich mir die Kuala Lumpur Karte und bin zum KL Sentral gegangen, der nicht weit von ihrem Arbeitsplatz weg ist. Dabei zeige ich euch mal, dass es hier in den Aufzügen keine Zahl “4” gibt, da die im Chinesischen etwas Schlechtes bedeuten kann, nämlich “Tod”.
Also wenn man den Rechtsverkehr gewohnt ist, ist wieder so eine krasse Umgewöhnung zum Linksverkehr. Schrecklich. :) Vom KL Sentral aus habe ich den Monorail genommen, damit ich erstmal Richtung Einkaufscentren fahren konnte. Dort angekommen habe ich mich versucht ein wenig zu orientieren und bin dann einfach der Nase nach durch die Stadt gelaufen. Von dem Timessquare,
in dem ich mich in einer Bücherei mal nach dem Lonely Planet erkundigt hatte, bin ich dann zum KL Tower gelaufen.

Dort hab ich oben die Aussicht genossen und mir überlegt, was ich denn heute und morgen gerne alles sehen möchte. Da der Audio-Guide kostenlos war, konnte dieser mir noch nützliche Zusatzinformationen liefern.




Wieder unten angekommen hatte ich Hunger, da aber eine Jungle-Tour in wenigen Minuten kostenlos von hier starten sollte, da wir hier am Tower einen kleinen Jungle haben, nahm ich erstmal an dieser teil.
Während ich wartete, unterhielt ich mich mit einem Reiseführer, der generell für China zuständig ist, aber kein Mandarin spricht. Er übersetzt dann meistens ins Arabische. Er gab mir noch den Rat, in Beijing unbedingt ein Kungfu-Theater besuchen zu müssen. Er hat es jetzt schon so oft gesehen, findet es aber immer wieder toll. Die Jungle-Tour war nett gewesen, doch der Führer hatte aus einer maximal 45 Minuten langen Tour eine Eine-Stunde-und-15-Minuten Tour gemacht. Während der Warterei an einigen Stellen, plagten mich kleine Mücken, die sehr effektiv zubissen. :( Ansonsten, was man so gesehen hatte, war super und ein paar Hintergrundinformationen vermittelt zu bekommen, ist sicherlich auch nicht schlecht, nur werde ich davon nichts behalten.
Nach der Jungle-Tour machte ich mich auf den Weg etwas zu Essen zu bekommen und zu den Plätzen zu kommen, die ich vom Tower aus gesehen hatte und noch unbedingt sehen wollte. Ich fand KFC und einige kleiner Essensbuden daneben. Da ich jetzt nicht unbedingt bei KFC essen wollte, hatte ich mich zu einer Essensbude begeben, wo ich für ein sehr kleines Gericht 7 Ringgit bezahlt hatte. Im Anschluss empfand ich mich hier auch wieder übers Ohr gehauen. In einem SevenEleven Shop, von denen es hier sehr viele gibt, habe ich mir etwas zu trinken gekauft. Weiter die Stadt erkundend fand ich nach einigem Suchen auch den Merdeka Platz, an dem 1957 die Unabhängigkeit gefeiert wurde.
Danach machte ich mich auf den Weg zur Präsidenten-Residenz, von der ich leider nicht allzu viel sehen konnte, weil sie gut abgeschottet war. Mit Meike um 18.30 Uhr verabredet, hatte ich beschlossen zurückzugehen, da der Weg doch noch etwas länger war. Unerwartet war ich dann schon um 18 Uhr bei Meike auf der Arbeit und habe mich dort so lange ausgeruht, bis Meike dann fertig war. Wir wollten nämlich in eine Kunstausstellung um 19 Uhr gehen, da aber noch so viel zu erledigen war und der Chef im letzten Moment noch mit noch zu erledigenden Sachen ankam, war es draußen schon dunkel geworden und nach 19 Uhr als wir dann ihre Arbeit mit noch einigen anderen Arbeitskollegen verließen. Ich hatte in der Zwischenzeit eine Chinesisch-MP3 durchgehört und eine Runde geschlafen, was mir sehr gut getan hatte. Von der Arbeit aus nahmen wir dann ein Taxi zur besagten Ausstellung. Diese war sehr klein und in einer Bar, wo wir uns ein paar Cocktails und etwas zu Essen bestellten, was jetzt mehr so als Appetitchen war als etwas Richtiges zu Essen.
Gegen 22 Uhr sind Meike und ich dann zurückgelaufen und wir haben für mich noch einen Zwischenstopp zum Essen eingelegt, denn ich hatte Hunger. Nach zwei Tees, Nasi Goreng und noch einem weiteren Gericht liefen wir nach Hause, wo wir von einer Bekannten eines Mitbewohners mit dem Auto nach Hause mitgenommen wurden (7 Leute im Auto). Dort angekommen wurde mein Rechner an das Internet angeschlossen und so konnten wir meine Planung für die noch ausstehende Zeit beginnen. Wir suchten nach Flügen zur Insel Lankawa und Meike hatte beschlossen, dass ich am Donnerstag bis Freitagabend mit dem Bus nach Singapore fahre. Da es jetzt keine Möglichkeit gab einen Inselflug zu buchen, da die Überweisungsmöglichkeit von Meikes Bankkonto im Moment nicht zur Verfügung stand, verschoben wir das auf den nächsten Tag. Gegen 2 Uhr war ich dann mit E-Mails überprüfen soweit fertig, dass ich mich endlich ins Bett legte, schließlich wollte ich am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen, da ich auf die Brücke der Petronas Towers wollte und die nur ein begrenztes Kartenlimit pro Tag zur Verfügung stehen haben.

Montag, 04. Februar 2008 – Reisevorbereitungen und neue Erfahrungen

Ich war zwar schon vor dem Wecker wach, hatte mich aber nochmal rumgedreht und bin dann mit dem Weckerschellen um 10 Uhr aufgestanden. Kurz die Wäsche gehangen und die nächste Maschine angestellt, machte ich ein kurzes Krafttraining und fing an meine Sachen aufs Bett zu legen, die ich mitnehmen wollte. Dann nahm ich die trockene Wäsche ab und machte mich gegen 11 Uhr auf den Weg zur Ginza Mall, denn ich wollte ja noch den Reiserucksack kaufen. Da ich möglichst schnell wieder da sein wollte, nahm ich die U-Bahn, mit der ich innerhalb von 10 Minuten da war. Nachdem ich den Rucksack gekauft hatte, bin ich direkt wieder zurück nach Hause gefahren, da ich noch einiges zu erledigen war. Zurück in ShaoYaoJu habe ich erstmal Kekse und Toilettenpapier eingekauft und draußen wollte ich auf der Straße noch Obst für Meike kaufen, da ich dieses so lecker finde. Ich hätte ein Kilo Obst für 20 ¥ bekommen können, was jedoch viel zu teuer war, da ich sonst weniger bezahle. Also zögerte ich und fragte mehrmals nach. Als dann ein älterer Chinese neben mir stand und er den Preis hörte, sagte er, dass der Preis zu teuer ist. Daraufhin fing die Frau wie wahnsinnig an mit dem Mann zu schimpfen und er erwiderte seine Empörung, dass sie mich übers Ohr hauen will. Als der Preis nicht gesenkt wurde, beschloss ich einfach zu fahren. Daraufhin legte sich die Frau erneut mit dem Mann an. Ich wäre hier richtig übers Ohr gehauen worden, weil ich in dem Moment unschlüssig war. Dank dem Chinesen bin ich hier einem schlechten Geschäft entkommen und habe wieder dazugelernt.
Wieder mit meinem Fahrrad zu Hause, habe ich dann eine alte Dame mit einer für sie schweren Tüte in der Hand auf einer Krücke sehr langsam gehen sehen. Also nahm ich ihr die Tüte ab und wartet, bis sie am Aufzug war. Sie bedankte sich mehrmals für meine Hilfe. Oben angekommen habe ich meine Sachen in meinen Rucksack gepackt und eine weitere Wäsche angeschmissen. Gegen 13.30 Uhr bin ich runter zum Haareschneiden in dem Frisörsalon gegangen. Dort wurden mir meine Haare inklusive einer kleinen Kopfmassage gewaschen, meine Haare geschnitten, wobei hier Kommunikationsprobleme auftraten, und nachdem ich meine Haare so hatte wie gewünscht, wurden meine Haare noch einmal gewaschen, geföhnt und gestylt. Der Preis für den Service: 10 ¥. Das ist doch der Knaller oder nicht? Eine Stunde später war ich wieder draußen und konnte noch die letzte Wäsche anschmeißen und mich nach einer kurzen Dusche um kurz nach 15 Uhr auf dem Weg zum Flughafenbus machen. Mein Zimmer hatte ich leider nicht mehr geschafft zu putzen, dafür habe ich aber alle Wäsche gewaschen, die dann trocken sein sollte, wenn ich wieder da bin.
Am Flughafenbus angekommen, kam dieser sogleich und ich fuhr für 16 ¥ zum Flughafen. Dort besorgte ich mir erstmal mein Ticket und da ich noch ca. eine halbe Stunde bis zum Einchecken hatte, bin ich zum Reiseschalter von Emirates Fluggesellschaft gegangen. Dort habe ich erfahren, dass ich meinen Flug bis einen Tag vor Rückflug noch auf ein anderes Datum verschieben kann. Ich habe auch erfahren, dass das Handgepäck gewogen wird, was ich aber nicht glaube, und dass 22-25 Kilo an Gepäck auch noch im Rahmen sind, da ich ja laut Ticket nur 20 Kilo Gepäck haben darf. Gut zu wissen. Danach bin ich dann direkt zum Check-In gegangen, da die halbe Stunde schon rum war. Dort angekommen war der Shuttlebus nicht wirklich voll, so dass ich dachte, dass der Flieger wahrscheinlich recht leer sein wird. Der Flieger war komplett voll! Ich hatte zum Glück einen Fensterplatz am Notausgang bekommen, das bedeute Beinfreiheit. In dem Flieger selber setzte sich kurz bevor wir starteten eine Malaysierin neben mich, die in England studiert hat, als erste Sprache Englisch gelernt hatte, Juristin ist und in Beijing arbeitet. Sie heißt Jacelyn und meinte übrigens, dass ich mir auch in Kuala Lumpur das Chinesische Neujahr angucken kann. Es wird dort auch gefeiert, weil dort genügend Chinesen leben. Ich lasse mich mal überraschen. Wir haben uns jedenfalls eine lange Zeit gut unterhalten und sie ist richtig nett. Ihr Vater ist übrigens sehr oft in Deutschland, da er sehr viel mit Deutschen Kunden zu tun hat. Nach dem Essen habe ich meinen Blog für gestern und heute soweit geschrieben, dass ich ihn gleich nur noch Kontroll-Lesen muss. Ich bin gleich mal gespannt, wenn ich gelandet bin, wie das hier wird. Ich bin ja so aufgeregt. Ich denke, Jacelyn kann mir ein wenig weiterhelfen, da sie sich in Kuala Lumpur auskennt.
Am Flughafen bin ich dann einfach mal Jacelyn gefolgt, denn sie wusste, dass wir einen Verbindungszug zur Gepäckrückgabestelle nehmen müssen und so ging alles für mich viel schneller, da ich mich nicht lange orientieren musste. Dort angekommen, habe ich mich von ihr, nachdem ich mein Gepäck hatte, verabschiedet und bin Geld abheben gegangen. Dort wurde mir mehrmals ein Taxi angeboten, Das wäre richtig teuer geworden, wenn der KL Express ca. 30 Minuten bis zum KL Sentral (Hauptbahn) braucht. Also bin ich zum KL Express gegangen, denn der fuhr nur noch bis Mitternacht und wir hatten schließlich schon 10 vor.
Am KL Sentral angekommen habe ich dann ein Taxi genommen, wo ich nach meiner Taxikarte gefragt wurde, die ich nicht gelöst hatte. Also stieg ich in ein anderes Taxi, wo ich 15 Ringgit bezahlte. Viel zu viel, wie sich später herausstellte. Nachdem mich Meike begrüßt hatte und ich ihr die Kekse aus China gegeben hatte, zeigte sie mir mein Bett auf dem Boden.
Essen gibt es erst morgen. Außer dem Zwieback und dem Essen im Flugzeug, habe ich leider nichts gehabt. Deshalb freue ich mich umso mehr auf das Frühstück morgen. Nach einigem Quatschen habe ich mich zwischen 2 und 3 Uhr ins Bett gelegt, während Meike schon gegen 1 Uhr im Bett war, schließlich musste ich mich und meine Sachen noch sortieren. ;)

Sonntag, 03. Februar 2008 – Telefonate nach Deutschland und ein phantastischer Abend

Obwohl ich spät im Bett war, so gegen 3 Uhr morgens, bin ich wieder um 8 Uhr aufgestanden, habe gewaschen und mein morgendliches Workout gemacht. Gegen 9 Uhr mein Zimmer verlassen gab es kein Frühstück am Markt, da sie nicht da war, dafür habe ich aber ein Foto von einem Gebäude am Markt gemacht, das hier vor kurzem errichtet wurde und dessen Zweck dem Verkauf von Feuerwerkkörper dient.
In der Bahn habe ich dann hauptsächlich meinen Blog korrekturgelesen und in Xi'ErQi angekommen war bis auf ein Frühstückmacher niemand da. Also habe ich dort für 2 ¥ etwas kauft, das aber sehr schmächtig im Gegensatz zum sonst gewohnten Frühstück war. Auf der Arbeit angekommen habe ich dann gemütlich meine E-Mails überprüft, mich mit Heidi unterhalten, ob mit der gestern kontrollierten Datei alles in Ordnung ist und sie war froh, dass damit schon fertig war, denn sie hatte sich noch nicht damit beschäftigt. Dann haben wir beide bis 11 Uhr die Datei nochmal anhand der mitgelieferten Dokumente überprüft und die Kommentare vereinheitlicht. Im Anschluss bin ich zu Amanda hochgegangen, um Michaels Geldproblem zu klären und sie hatte sich schon mit der Finanzabteilung in Verbindung gesetzt, wir müssen aber bis Mittag auf eine Antwort warten. Neben Michael haben noch 5 weiter Personen das gleiche Problem. Wir hoffen, dass es bis zum Nachmittag gelöst ist, da im Moment die Erklärung fehlt. Außerdem habe ich von ihr erfahren, dass sie mal 2 Jahre in Malaysia gearbeitet hatte und sie meinte, dass dort im Moment so ca. 30° Unterschied zwischen Beijing und Kuala Lumpur herrschen.
Wieder am Arbeitsplatz habe ich eine E-Mail von Cevar erhalten, der meinte, dass er am Freitag einen Termin mit der Talentagentur hatte und diese meinten, dass sie Bilder von ihm machen könnten und seine Bilder auf deren Webseite stellen könnten, “ER” dafür aber 2600 ¥ bezahlen müsse. Damit hat es sich für mich erledigt dort noch einmal nach meinem Urlaub anzurufen. Gegen 13 Uhr bin ich wieder Nudeln essen gewesen, der große Ansturm war bereits vorbei. Nach einem gemütlichen Mahl bin ich nochmal bei Amanda gewesen um Neuigkeiten zum Geldproblem zu erfragen und da sie Michael schon informiert hatte, dass er sein Konto mal um 16 Uhr überprüfen soll, habe ich ihm das auch noch einmal per SMS mitgeteilt. Am Arbeitsplatz habe ich heute hauptsächlich die schon korrigierten Fehler überprüft und diese entweder geschlossen oder neu geöffnet, sofern sie nicht zufriedenstellend gelöst worden sind.
Um 14.30 Uhr habe ich dann mit meinen Eltern eine halbe Stunde telefoniert und diese haben sich sichtlich über meinen Anruf gefreut, denn wenn sie immer die Nachrichten über China sehen, denken sie natürlich an mich. Danach habe ich noch mit Anita und Siggi telefoniert, die sich auch über meinen Anruf riesig gefreut haben und niemals mit einem Anruf von mir gerechnet hatten. Hach das hat mir auch richtig gut getan. Nebenbei habe ich dann die Testfälle überprüft, damit ich Zeit spare, wir Winfos sind ja Multitasking fähig. Fertig mit telefonieren habe ich dann den Termin zum Abendessen festgemacht und noch eine E-Mail an alle geschrieben, damit auch alle wissen, dass es mir gut geht. Der Blog ist nun auch auf dem neuesten Stand und ich freue mich schon riesig auf Malaysia. Nachdem meine Arbeit soweit für heute beendet war, kann ich mir den morgigen Tag freinehmen, was ich auch Sarah so mitteilte. Aufgrund der späten Zeit und des geplanten Abendessen um 19.30 Uhr hatte ich keine Chance mehr den Reiserucksack noch heute zu kaufen. Also werde ich das morgen machen.
Bevor ich es vergesse: Ich hatte vor kurzem einmal meine Mitbewohner nach den Zimmerpreisen gefragt und diese bezahlen für die drei Räume ganze 200 ¥ weniger als ich, denn ich hätte z.B. 1300 ¥ für den Raum bezahlen müssen, in dem die beiden Mädels nun wohnen. Sie bezahlen aber nur 1100 ¥. Es lebe die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung.
Zu Hause angekommen habe ich noch kurz eine Wäsche angeschmissen und mich zu Kris und Yaya auf den Weg gemacht, damit wir zum Restaurant gehen können. JingZe würde sich wahrscheinlich um 15 Minuten verspäten, wie sie mir per SMS mitteilte. Da ich auch relativ spät von der Bahn zu Hause war (19.20 Uhr), kamen wir erst um 19.45 Uhr am Restaurant an und JingZe war bereits da. Wir gingen in den oberen Stock, da es dort schöner sein soll, laut Kris, der alle Gerichte bestellte, von denen er so begeistert gewesen war.

Er versuchte natürlich alle anderen davon zu überzeugen, dass diese sehr lecker sind, wie es ebenso seine Art ist. Es ist eine nette Art und Weise. Am Ende haben wir noch eine süße Suppe (Tang Yuan) bestellt, da Kris diese nicht kannte und er war genauso wie ich beim ersten Mal auch sehr begeistert von den schwarzen Sesambällchen. Im Anschluss haben wir uns nochmal kurz nach Hause begeben, da ich mir andere Schuhe und ein Hemd fürs Salsa-Tanzen anziehen wollte und kurze Zeit später haben Kris, Yaya, JingZe und ich ein Taxi nach Sanlitun genommen.
Dort angekommen war die Tanzfläche sehr voll und es herrschte eine super Stimmung. Kris und Yaya hatten vorher noch nie Salsa getanzt, so dass JingZe und ich ihnen erstmal die Grundschritte zeigten, damit sie sich hier nicht ganz so fremd fühlten.
(Performancetänzer und JingZe)
Sie hatten beide sichtlich Spaß am Tanzen und so haben wir erst gegen Mitternacht die Lokation gewechselt, denn Kris hatte überlegt in den Club nebenan zu gehen, in dem HipHop-Musik gespielt wurde. Man muss wissen, dass Kris HipHop-Musik liebt. Aber er war auch von der Salsa-Musik und der Live-Band sehr begeistert. In dem Club nebenan waren wir dann alle bis ca. 2 Uhr gewesen und wir waren fast die Einzigen, die tanzten.



Weil JingZe früh aufstehen musste, nahmen wir um 2 Uhr ein Taxi nach Hause, das erst JingZe zu Hause absetze und anschließend Kris, Yaya und mich nach Hause fuhr. Da Kris noch die Bilder von dem Abend haben wollte, ging ich noch mit Kris und Yaya nach oben, habe deren Bilder von der verbotenen Stadt gesehen, die wirklich gut waren und anschließend haben wir die Bilder von meiner Karte kopiert. Bevor ich dann nach Hause kam, haben wir uns noch ein wenig über Geld, Pläne nach den Ferien und einiges mehr unterhalten. Um 3 Uhr zu Hause habe ich nur noch eine Wäsche angeschmissen und mich direkt ins Bett gelegt, denn um 10 Uhr wollte ich spätestens aufstehen, damit ich meine lange To-Do-Liste erledigt bekomme.

Sonntag, 3. Februar 2008

Samstag, 02. Februar 2008 – Kommunikation ist alles, kein leichter Tag

Heute Morgen habe ich verschlafen. Ich habe meinen Wecker einfach nicht gehört. Gegen kurz vor 9 Uhr bin ich dann aufgewacht. Also habe ich mich schnell auf den Weg zum Reisebüro gemacht, da ich dort eigentlich um 9 Uhr sein wollte. Ohne Frühstück nahm ich für 2 Stationen den Bus und zum Glück kam direkt eine Bahn. Bei CITS angekommen habe ich das nötige Geld abgehoben und bin dann in den 8 Stock gefahren, wo dieser riesige Stein steht.
Herr Zhong Xin war nicht da, aber seine Vertretung nahm das Geld entgegen. Nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten hatte sie das Geld und ich meine Flugtickets. Das ging mal richtig schnell. Um 11 Uhr war ich auf der Arbeit und da wartete schon eine höchst interessante Nachricht auf mich. Darf jetzt doch das komplette Alpine Projekt nochmal testen, wo mir gestern noch auf mehrmaliges Nachfragen gesagt wurde: Nur die Testfälle. Damit war mein kompletter Tag dann wieder verplant. Außerdem müssen dann bis abends auch noch alle Fehler von Alpine und Trident in das Kundensystem eingetragen werden. Super wie diese Kommunikation hier funktioniert. Liegt das an der englischen Sprache oder drücke ich mich so unverständlich aus? Ich weiß es nicht. Ich habe dann zum Frühstück die zwei restlichen Mantos von gestern gegessen, da ich für mehr heute Morgen keine Zeit hatte und meine Frühstückmacher schon alle weg waren. An war nicht da, also habe ich ihr die Kekse auf ihrem Tisch hinterlassen und mich an die Alpine-Fälle begeben. Alleine mit dem installieren brauche ich immer lange, also habe ich beschlossen mir einen Überblick zu verschaffen und meine Überarbeitung zu optimieren. Gegen Mittag schmiss ich noch Updates für Windows 2000 an, damit die in der Zwischenzeit runtergeladen und installiert werden. Gegen 13.30 Uhr bin ich zum Mittagessen gegangen, habe mir dort kurz Reis bestellt und war um kurz nach 2 auch schon wieder zurück.
Am Arbeitsplatz angekommen habe ich von Amy meine 2000 ¥ in bar bekommen. Super, jetzt kann ich wenigstens ohne Probleme den Rucksack kaufen. Das hat mich ungemein gefreut. Die Installation von Alpine für Windows 2000 wurde fortgesetzt und am Ende musste ich enttäuscht feststellen, dass ich den Testfall immer noch nicht ausführen kann. Schon doof, alles umsonst. Jedenfalls konnte ich das Testen für Alpine bis 17 Uhr abschließen und bis 18 Uhr meine Testfälle auch alle hochladen. Dann habe ich noch erfahren, dass bis morgen noch zusätzlich eine Datei für ein neues Projekt durchgeguckt werden muss. Zum Glück sind das nur 100 Zeilen, das geht schnell. Dann habe ich die Fehler für Trident in den internen Fehlermanager und das Kundensystem übertragen und war damit dann gegen 19 Uhr fertig. Im Anschluss habe ich dann noch nicht ausführbare Testfälle überprüft, die Fehler, die mir Heidi noch zugeschoben hat, eingetragen und ich habe schon die Datei für morgen gelesen, damit es morgen weniger stressig ist. Gegen 20.30 Uhr habe ich endlich die Arbeit verlassen können. Ich werde für heute Abend dann versuchen zu Jasus Chillout Bar zu gehen, da ich das Essen mit Kris auf morgen verlegt habe. Michael hat sein Geld immer noch nicht bekommen. Da werde ich morgen nochmal bei Amanda nachfragen.
Von der Bahn aus habe ich mich direkt zum Essen in mein Restaurant begeben und mir wieder eine Suppe, GumBaoJiDing, Reis und Tee bestellt. Komischerweise hat es mich heute 21 ¥ gekostet, aber für umgerechnet 2 € bin ich immer noch gänzlich damit zufrieden. Während des Essens wurde draußen geknallt. Das ist mir hier jetzt schon häufiger aufgefallen, dass in letzte Zeit immer wieder mal geknallt wird oder irgendwelche Feuerwerkkörper in der Luft verschwinden. Mich würde es schon brennend interessieren, wie Beijing im Neujahrswandel aussieht. Das werde ich mir dann wohl von Michael berichten lassen müssen, der jetzt nicht nach Xian fahren kann, da er kein Zugticket aufgrund der schlechten Wetterbedingungen bekommen hat, von denen ich immer durch andere Personen höre. Ansonsten werdet ihr das ja auch im Fernsehen erfahren haben, wie ich durch diverse Leute mitgeteilt bekommen habe. Ich freue mich schon auf Malaysia, wo ich doch jetzt den kompletten Flug dahin bezahlt habe und mein Bonusgeld für den Rucksack auch in der Tasche habe. Dann ging es schnurstracks nach Hause, wo ich mich noch ein wenig ausruhte, um dann mit dem Fahrrad zum geheimen Chillout-Platz von Jasu zu fahren, der ziemlich nahe an der deutschen Schule ist. Dort angekommen musste ich einfach ein Foto von diesem Schätzchen machen, weil man so etwas hier in Beijing wirklich sehr selten sieht.
Oben angekommen waren Jasu, Claire, Devina und noch einige andere Leute anwesend. Jitu war dabei “4 Gewinnt” zu spielen und verlor schon das dritte Mal. Also versuchte ich auch mal mein Glück. Gegen alle Damen habe ich soweit gewonnen, bis auf eine, die wirklich gut war, hat dreimal hintereinander gegen mich gewonnen. Jedenfalls habe ich damit meinen restlichen Abend verbracht und mich entspannt, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, dieses Spiel wieder zu spielen. Als dann alle aufbrachen bin ich noch zu Schule gefahren, weil dort JingZe auf mich wartete und im Anschluss habe ich sie mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Sie hat mir noch meine zwei Paar Socken mitgegeben, die sie geflickt hatte. So etwas hatte ich mir schon gedacht, als ich auf einmal zwei Paar Socken vermisste. Innerhalb von 20 Minuten war ich dann zu Hause und ich muss sagen, dass es im Moment echt kalt ist. Zu Hause angekommen war es dann 20 vor 2 und nachdem ich den Blog soweit zu Ende geschrieben hatte, legte ich mich ins Bett.

Freitag, 01. Februar 2008 – Ein sehr langer Arbeitstag

Ich bin heute wirklich um 6 Uhr aufgestanden und habe dann um 7.20 Uhr die Bahn zur Arbeit genommen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so früh genauso voll ist, wie wenn ich um 8 Uhr fahre. Aber die Masse muss ja irgendwie zur Arbeit kommen. Ich war dann um 8 Uhr der Erste auf der Arbeit. Ich hatte mir am Markt ein kurzes Frühstück und ein paar Manto geholt, damit ich für den Nachmittag auch noch etwas zu essen habe. Nebenbei hatte ich Sarah eine SMS geschrieben, dass ich meinen Bonus noch nicht erhalten habe und ich nur wissen wollte, wann ich denn damit rechnen kann. Dann habe ich mich an die Alpine-Testfälle begeben. Heidi war überrascht mich so früh anzutreffen und meine Begründung war die viele Arbeit, die noch aussteht. Zwischendurch habe ich die restlichen Trident-Testfälle abgearbeitet und gegen Mittag bin ich dann zum Essen gegangen. Das war so gegen 13 – 13.30 Uhr. Im Anschluss habe ich direkt einen Bus zur Bank genommen, da ich mein Kleingeld von der Mingshen-Bank abheben wollte und da die ATM's nur 100 ¥ Scheine ausgeben, muss ich eben zum Bankschalter. Da ich noch 40 Personen vor mir hatte, musste ich eine geschlagene Stunde warten. “Tom und Jerry” waren wieder ganz lustig und es gab tatsächlich noch einige Kurzfilme, die ich noch nicht kannte und einige Wiederholungen. Unter anderem habe ich auch ein Nickerchen gehalten, da die Nacht wirklich zu kurz war. Erfrischt vom Schlaf und endlich mein Restgeld abgehoben, ging es zurück auf die Arbeit.
Dort habe ich mich dann weiter mit Alpine beschäftigt. Zwischenzeitlich hatte mich auch Sarah angerufen und mir mitgeteilt, dass es ihr Leid tut, dass das Problem mit meinem Bonus ein wenig kompliziert ist. Aber sie hat sich dafür eingesetzt, dass ich mein Geld morgen in bar bekomme. Wenn das klappt ist das natürlich toll, dann muss ich nämlich nichts von zu Hause abheben oder mir Geld leihen. Dann hatte ich mich noch mit An unterhalten und ihr ein paar Tipps zum Besuch der Mauer gegeben und ihr einen Teil der Chinesisch-Lektionen kopiert. Wir haben uns auch über meinen Versuch nach den Ferien ein paar Gehalts- und Arbeitsverhandlungen durchzuführen unterhalten. Mal gucken ob das alles klappt. Leider hat es ja mit meiner Stelle mit dem Modeln nicht geklappt, da ich wohl zu kurz hier in Beijing bin. Heidi machte aber auch keinen wirklich hilfsbereiten Eindruck, als ich Sie noch einmal bat für mich zu übersetzen, denn Chris, die Managerin der Talent- und Modelagentur konnte auch kein Englisch.
Die Zeit verstrich viel zu schnell und ehe ich mich versah war es schon wieder 18 Uhr. Allen bestellte für mich in weiser Voraussicht einmal das Overtime-Dinner. Nach dem Dinner mit YangLu und einer Person aus dem Alpine-Team habe ich das Alpine-Projekt für heute abgeschlossen. Ich habe nur die Bugs kontrolliert, da ich das von Allen so mitgeteilt bekommen habe. Damit hatte ich aber auch schon genügend zu tun, denn ich musste meine Kommentare zu den Fehlern abgeben und teilweise noch neue Fehler in das Kundensystem einstellen. Das abgeschlossen habe ich mit den restlichen Tutorial-Seiten angefangen, die Heidi mir noch übrig gelassen hat. Damit war ich dann bis 22.30 Uhr beschäftigt. Die vorletzte Bahn genommen, war ich dann um 11.30 Uhr zu Hause. Dort habe ich dann noch ein Krafttraining durchgeführt, Meine Judoklamotten gewaschen und mich nach kurz mit meinem Blog beschäftigt. Gegen 2 Uhr ging es mit dem Wecker auf 7 Uhr ins Bett.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Donnerstag, 31. Januar 2008 – Model- und Talentagentur

So spät ins Bett gehen ist doch nichts für mich und trotzdem mache ich es immer wieder. Jedenfalls bin ich dann gegen 8 Uhr aufgestanden oder habe es versucht. JingZe konnte mal wieder länger schlafen. So bin ich dann gegen 10 Uhr wieder auf der Arbeit gewesen. Dort hat dann ein Meeting ohne mich wegen dem Trident-Produkt stattgefunden, weil dort noch sehr viele Testfälle nicht ausführbar sind. Ich habe dann in der Zeit die Testfälle aktualisiert und die Testfälle, die Heidi im internen Fehlermanager freigeschaltet hatte, habe ich in das Kundensystem eingetragen. Um 11 Uhr kam Michael, aber er hatte weder seinen Laptop noch seinen USB-Stick mit, sodass ich ihm keinen Teil seiner Daten mitgeben konnte. :( Nun ja, er hat dann seine Testfälle auf Aktualität geprüft und war damit nur bis 14 Uhr beschäftigt. In der Zwischenzeit bin ich dann essen gewesen und habe Michael noch an der Bushaltestelle ein zweites Mal verabschieden können, bevor er dann in seinen Urlaub verschwindet. Ich habe dann begonnen meine Testfälle für das Trident-Produkt abzuschließen und Heidi diverse Fragen zum Tutorial zu beantworten. Sie ist immer noch nicht gesund, gönnt sich aber auch keine Ruhe. Ist ja nicht mein Problem. Dann habe ich mich noch mit dem Alpine-Produkt rumgeschlagen. Ich musste dafür 3 Mal das komplette System neu installieren, da ich mit den Versionen Probleme hatte. Letztendlich musste ich dann doch auf eine recht alte Version zurückgreifen. Eigentlich wollte ich schon um 17 Uhr gehen, da ich zu dem Talenttreffen um 18.15 Uhr wollte und leider kam ich dann doch erst 20 Minuten später weg. Wenigstens habe ich heute meine 4000 ¥ erhalten, jetzt fehlt mir nur noch der Bonus. Wenn ich den nicht rechtzeitig bekommen sollte, werde ich Geldprobleme haben, denn ich möchte mir ja noch den Rucksack holen und der kostet auch 730 ¥ und ich habe, nachdem ich den Flug bezahlt habe, nur noch 600 ¥ übrig. Ich werde später nochmal meinen Account überprüfen und ansonsten morgen früh Sarah eine SMS schreiben.
Auf dem Weg zum meinem Termin mit der Model- und Talentagentur, war es in der Bahn unheimlich voll. Ich musste einmal mit der Linie 13 fahren, dann in die Linie 2 steigen und anschließend in die Linie 1 steigen. Es war der pure Horror. Teilweise konnten die Türen nicht richtig geschlossen werden und was für Menschenmassen da unterwegs waren. Einfach unglaublich. So kam ich 15 Minuten zu spät zu meinem Termin und das Gebäude fand ich natürlich auch nicht auf Anhieb. Oben angekommen, sprach keiner Englisch und man drückte mir einfach ein paar Zettel in die Hand, die ich ausfüllen sollte. In einem Raum mit einem Fernseher, habe ich dann Caveh einen Iraner kennengelernt, der kaum Chinesisch spricht, obwohl er schon seit 2 Jahren hier Chinesische Medizin studiert. Er hatte eine Freundin dabei, die wenigstens mehr Englisch als wir Chinesisch kann und uns somit ein wenig helfen konnte. Nachdem ich alle Zettel ausgefüllt hatte, bin ich dann als letzter fotografiert worden und sollte am nächsten Tag den Manager anrufen. Shirley konnte mir zum Glück kurz weiterhelfen, nachdem ich sie angerufen und an den Interviewleiter weitergegeben hatte. Dann konnte ich mit einer Telefonnummer in der Hand und einigen Süßigkeiten das Gebäude verlassen. Ich machte mich auf den Weg zum Judo. Sie wollen mich eventuell als Teilzeitmitarbeiter haben. Wir werden sehen. Jedenfalls war es nicht schlimm gewesen, dass ich zu spät kam, ansonsten hätte ich dort länger umsonst rumgesessen. Am dritten Ring angekommen, nahm ich einen Bus bis zur Lufthansa Mall. Beim Judo angekommen war die Halle geschmückt. Wahrscheinlich aufgrund von Altweiber in Deutschland.
Jedenfalls war es für die Judomatte ein wenig schlecht, so mussten wir diese anders aufbauen. Heute waren wir wieder 7 Personen und ich war unheimlich müde, so dass ich mit einem ruhigen Training sehr zufrieden war. Nach einer schönen Dusche nahm Matt mich dann mit zur Bahnhaltestelle Dongzhimen, damit ich nach Hause fahren konnte. Schließlich stand mein Fahrrad noch in ShauYaoJu. Dort kurz das Fahrrad genommen bin ich noch zur Bank gefahren, um festzustellen, dass ich immer noch nicht meinen Bonus erhalten habe und damit meine komplette Kalkulation im Eimer ist. Zu Hause habe ich eine Wäsche angeschmissen, etwas gegessen und mir überlegt, wie ich jetzt mit meinem Geld auskomme, denn ich habe 4000 ¥, wovon morgen oder übermorgen 3500 ¥ für den Flug draufgehen. Dann brauche ich noch 730 ¥ für den Rucksack. Mit allem habe ich im Moment noch 660 ¥ hier. Ich habe eigentlich keine Lust noch Geld von zu Hause abzuheben, da ich eigentlich wunderbar mit meinem Geld auskommen würde. Da ich ja noch Geld von Kris bekomme, nämlich 300 ¥ wäre toll, wenn ich die jetzt hätte, da diese mir fehlen. Aber mit dem Geld von Kris kann ich frühestens am Montag bei Abflug rechnen. Also muss ich gucken, wenn ich kein Geld von der Firma bekomme, dass ich mir von jemand anderem Geld leihe. Wir werden sehen.
Dann habe ich mich um kurz nach Mitternacht hingelegt und meinen Wecker auf 6 Uhr gestellt, da ich morgen das Alpine Testen abschließen möchte, um ein wenig Luft fürs Wochenende zu haben oder falls ein Treffen mit der Talentagentur ansteht. Samstag muss ich dann den Flug bezahlen, da ich morgen voraussichtlich wieder ein Meeting um 10 Uhr haben werde.