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Freitag, 15. Februar 2008

Freitag, 08. Februar 2008 – Singapore Tag zwei

Auf 7 Uhr stand der Wecker, da ich um 7.30 Uhr eigentlich frühstücken wollte. Leider hatte ich doch etwas länger gebraucht, bis ich es aus dem Bett geschafft hatte. Aber um ca. 8 Uhr saß ich dann am Frühstückstisch und habe 10 Toast mit Pfirsichgelee und Butter gegessen. Etwas anderes gab es nicht. Das war nicht schlecht ein kostenloses Frühstück inklusiv zu haben. Gegen 9 Uhr wollte ich eigentlich meine Bleibe verlassen, doch als ich gerade noch meine E-Mails überprüfen wollte, kam Derek noch einmal auf mich zu und gab mir noch die Internetadresse von Charls Hui und wir quatschten noch ein wenig. Gegen 9.45 Uhr habe ich den Koreaner, der neben mir in seinem Bett schlief geweckt, damit er auch noch etwas vom Frühstück abbekommt, da gegen 10.30 Uhr das Frühstück geschlossen wird und gegen 10 Uhr verließ ich endlich das Hostel.
Meinen Rucksack wieder geschultert, bin ich dann teilweise den Weg von gestern gelaufen, hatte aber dieses Mal einen Abstecher zum Marina Einkaufscentrum gemacht.
Dort einmal die Runde gegangen, bin ich wieder am Chinafest angekommen, wo überhaupt nichts los war, da ja gestern Abend dort ausgiebig gefeiert wurde.
Nach einigen Fotos
bin ich über den Merlion
zum Marina Bay
über ein Caféviertel,
Richtung Chinatown gegangen. Zwischendurch waren wirklich mal einige Stopps nötig, da meine Beine nicht auf solche Wege trotz China trainiert sind. Schließlich laufe ich mit einem mindestens 10 Kilo schweren Rucksack rum. In Chinatown angekommen bin ich so die Gassen langgeschlendert und habe mir einen wunderschönen über 5 Stockwerke hohen Tempel angeguckt.
Auf dem Dach war ein kleiner Garten mit einem Raum in der Mitte in dem unheimlich viele Buddhas standen.

Eine Ebene tiefer war ein heiliger Ort, wo ich keine Bilder machen durfte und man durfte diesen Raum auch nur barfuß betreten. Das hatte richtig gut getan so barfuß rumzulaufen. In diesem Raum herrschte eine sehr angenehme Ruhe und zwei Mönche waren auch anwesend, die wohl nur zum Frühlingsfest hier sind. In der dritten Etage war eine Buddha-Ausstellung mit vielen Artefakten, die man auch fotografieren durfte.
Dabei konnte man auch die Geschichte Buddhas lesen, die übrigens sehr interessant war. Wiederum eine Etage tiefer (Ebene 2) waren noch mehr Reliquien, wobei ich es jetzt nicht so spannend fand.
Im Erdgeschosse (Etage 1) war dann der Hauptraum wieder mit Mönchen sah es sehr prächtig aus. Bilder sprechen da mehr als Worte.
Wieder draußen bin ich weiter dem Kartenweg gefolgt und nachdem ich dort nichts mehr Interessantes gesehen hatte und mich der Hunger packte, begab ich mich zum Mittag-/Abendessen. Dort habe ich mich dann ein wenig mit einer Amerikanerin unterhalten, da sie auch mit Stäbchen aß, was mich sehr gewundert hatte. Sie wird in nächster Zeit Chinesisch in Shanghai bis Juli studieren und hatte mit ihren Eltern vor kurzem China besucht. Diese sind aber schon wieder zu Hause, so dass sie die verbleibende Zeit zum Reisen nutzt, bis ihr Studium anfängt. Nach dem Essen trennten sich unsere Wege und ich fand noch vier weitere Tempel, die ich auf meinem Rückweg zum Bus anguckte. Dabei war ein chinesischer Tempel geöffnet, der auch sehr schön von außen und innen anzusehen war.
Nachdem ich Chinatown hinter mir gelassen hatte, bin ich noch ein wenig durch einen Park spazieren gegangen, da er auf meinem Rückweg lag
und dabei habe ich die Orchant Road, eine Einkaufsstraße, gekreuzt. Für die Singapurer ist Shoppen das zweite Leben neben dem Arbeiten. Da ich dann einen Park nicht mit meinem Rucksack betreten durfte, da dieser streng bewacht wurde, bin ich außen herumgegangen. Als ich dann kurz vor dem Busabfahrtsort war, habe ich mich nochmal an einem Teich mit vielen Seerosen ausgeruht und die Atmosphäre genossen. Am Abfahrtsort angekommen, habe ich eingecheckt und mir einen Platz gesucht. Dann habe ich erstmal eine Runde geschlafen. Auf der Ausreise musste ich noch einmal in Singapur und Malaysia durch den Zoll. Danach habe ich dann im Bus den Blog der letzten beiden Tage geschrieben, damit ich das auch immer schön alles für euch liebe Leser festhalten kann.
Mein Eindruck von Singapur ist positiv. Es gefällt mir. Ich habe hier zwar nur die Stadt am Wochenende erlebt, aber sie war deutlich sauberer als Kuala Lumpur, es fuhren viel mehr große Motorräder durch die Gegend, was mir auch sehr gut gefallen hat und das Wetter war mit dem Wind nicht ganz so extrem gewesen. Außerdem liegt diese Stadt direkt am Meer und es gab wohl auch noch eine sehr schöne Sandstrandstelle, die ich mir aber nicht angeguckt habe, weil ich so etwas wohl morgen auf Langkawi geboten bekomme. Des Weiteren gibt es in der ganzen Stadt Hotspots und damit einen freien Internetzugang, denn die Kommunikation soll hier gefördert werden. Ich finde das total toll. :) Generell teile ich die Meinung des Schwarzen, den ich gestern an der Rezeption des Backpacker-Hostels getroffen habe, dass Singapur eine sehr schöne Stadt ist. Er selber findet China aber noch besser, wie ich auch, da er das Essen dort mag, die Leute und er dort noch lange nicht alles gesehen hat, obwohl er schon mindestens sieben Mal dort gewesen ist. Er konnte mir Städtenamen nennen, von denen ich noch nichts gehört habe.
Meine erste Backpacker-Tour mit einem noch nicht ganz so schweren Rucksack habe ich in Singapur erfolgreich geschafft. Jetzt stehen nochmal fünf Tage Langkawi mit Rückweg an, da ich nur einen Hinflug gebucht habe und ich werde mal gucken, wie ich zurückkomme. Laufen ist ja nicht so das Problem, wenn ich überlege, wie viele Stunden ich in den letzten vier Tagen gelaufen bin und welche großen Strecken ich dabei zurückgelegt habe. Ich bin eher gespannt, wie es dann mit China wird, da mein Chinesisch immer noch zu schlecht ist, um mich wirklich zu verständigen und hier in Singapur und Malaysia kommt man wirklich einfach mit Englisch vorwärts.
Nachdem wir dann einen Zwischenstopp gemacht hatten, habe ich bis zu unserer Ankunft geschlafen. Ich war wirklich kaputt. Wir wurden dann eine Haltestelle vom KL Sentral entfernt rausgelassen und so machte ich mich auf den Weg zu Meike nach Hause. Dort angekommen, unterhielt ich mich kurz mit Meike über meinen Urlaub in Singapur, die aber noch ein Skype-Gespräch hatte und somit nicht viel Zeit für mich übrig hatte. Nachdem ich meine Sachen ausgepackt hatte und meine E-Mails abgerufen hatte, chattete ich noch kurz mit Annika und Kim und ging im Anschluss noch eine kleine Runde schwimmen. Ich war zwar müde, aber danach fühlte ich mich besser. Gegen 1.30 Uhr war ich im Bett und der Wecker steht auf 7 Uhr.

Donnerstag, 07. Februar 2008 – Auf geht's nach Singapore

Heute Morgen klingelte zwar der Wecker um 7.30 Uhr, aber ich habe es nicht aus dem Bett geschafft und hatte bis 8.30 Uhr weitergeschlafen. Jetzt musste ich mich aber sputen, denn um 9.30 Uhr musste ich allerspätestens am Bus sein. Ich war froh, dass Meike keinen Platz mehr im 7.30 Uhr Bus bekommen hatte. Nachdem ich mit allem fertig war, verabschiedete ich mich kurz von Meike und ging noch etwas frühstücken. Wieder im gleichen Restaurant wie gestern Morgen angekommen, bekam ich wieder das gleiche Gericht zum Frühstück, plus eine kross gebackene Hähnchenkeule (6,5 Ringgit). Fünf Minuten später war ich am Bus und trug dort die letzten zwei Tage nach, so dass ich nur noch den Blog bei Gelegenheit hochladen muss. Nach einem Zwischenstopp, ging es weiter mit der Blogkontrolle. Im Anschluss habe ich mir noch die Reiseführer für Singapur angeguckt, da ich mir einen Überblick verschaffen wollte. Der nächste Stopp war dann die Grenze von Malaysia, wo ich einen Ausgangsstempel erhielt und wieder in den Bus steigen durfte. Die nächste Grenze, als wir über eine Bücke übers Meer gefahren sind,
war die von Singapur, wo wir mit allem Gepäck einmal durch eine Kontrolle durften. Ich wurde nach einer Adresse gefragt, wo ich übernachten werde. Ich konnte ihr keine nennen, da ich weder ein Hotel gebucht hatte, noch genau wusste, wo ich unterkomme. Also hat sie “Hotel” geschrieben und das war es.
An der Busendstation angekommen stand ich nun in Singapur und hatte weder Geld noch einen Plan, wo ich genau muss. Zum Glück konnte mir da ein Wachmann weiterhelfen. Er meinte, zum Geldtauschen hätte ich einen sehr ungünstigen Tag erwischt, da heute und morgen hier gesetzliche Feiertage sind und somit keine Bank geöffnet hat. Super, das war schon mal klasse. Aber er konnte mir sagen, wo ich bin, so dass ich für morgen jetzt weiß, dass wenn es zeitlich knapp wird, ich jederzeit mit der U-Bahn fahren kann. Dann habe ich mich mit dem Lonely Planet und andern Karten vertraut gemacht und mir meinen Weg zum “Little India” gebahnt.
Das hat super geklappt und dort habe ich dann von meinem deutschen Konto 100 Singapore Dollar abgehoben. Auch wenn es kein großer Betrag war, mehr macht hier für mich einfach keinen Sinn. Dann bin ich durch Little India gelaufen. Es war wirklich beeindruckend, wie viele Leute auf den Straßen anzutreffen waren. Hat mir sehr gut gefallen. Die Strecke war jetzt nicht so wahnsinnig groß, aber die Schlangenlinien, die ich laut Karte gehen sollte, machten es doch zu einem Stückchen. Ich bin ging auch mal in einen Hindutempel rein, habe aber vorher die Schuhe ausgezogen, da dies hier Vorschrift ist.





Dann ging es weiter durch Little India und am Ende meiner Reise habe ich in einem Restaurant mein Abendessen gegessen. Das Mittagessen ist heute mal ausgefallen. Dann habe ich mir den Weg zum Backpacker-Hostel gesucht und habe hier noch ein wenig vom Frühlingsfest an einer Stelle in Singapur mitbekommen.

Nachdem ich versucht hatte ins Internet zu kommen und leider erfolglos blieb, bin ich nach einigem Suchen im Backpacker-Hostel gewesen, welches einen sehr guten Eindruck macht. Dort habe ich ein Bett für die Nacht für 12 Singapore Dollar bekommen, meine Sachen an der Rezeption stehen lassen und mich mit der Kamera gewappnet wieder auf Weg in die Stadt gemacht. Denn an der Rezeption habe ich durch zwei Leute erfahren, dass gegen 21.30 Uhr ein Feuerwerk starten soll und generell die Stadt auch bei Nacht sehr schön ist.


Also bin ich an dem Abend alles abgelaufen, was für mich interessant aussah, wie Marina Bay, Chinatown,


welches sehr schön aussieht und das Frühlingsfest an der Bucht.
Dort hat dann das Feuerwerk auf der Brücke stattgefunden, welches mit fünf Minuten recht kurz aber nett war. Zum Abschluss bin ich über gemütlich über das Fest gegangen und bin noch einmal bei einer wahnsinnig tollen chinesischen Aufführung stehen geblieben.
Nach einer halben Stunde konnte ich nicht mehr stehen und so habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Es war ja auch schon kurz vor 23 Uhr. Bevor ich dann ins Hostel ging, habe ich mir noch einen Milchshake gegenüber geholt. Im Hostel selber wollte ich meine Sachen holen, aber der Rezeptionist war nicht da und so wollte ich nicht einfach meinen Laptop nehmen. Als er dann da war, kam ein 61 jähriger Engländer mit Namen Derek, der auch gerne ein Bett haben wollte und hier in dem Hostel schon öfter gewesen war. Leider gab es für ihn kein Bett mehr und interessanter Weise kam er auch aus China von Tsing Tao über Peking nach Singapur, um seinen Pass zu erneuern, der Randvoll mit Reiseeinträgen ist und weil in China alles geschlossen ist. Wir haben uns dann ein wenig unterhalten, er bemerkte, dass ich ein sehr gutes Englisch habe (Danke) und nach einigen erfolglosen Versuchen andere Hostels anzurufen, wurde doch noch ein Bett für ihn aufgebaut. Wir haben uns recht viel über seinen Aufenthalt in China unterhalten, was er schon alles gemacht hatte und wo er seine Wunde am Kopf her hatte. Denn er war irgendwann einfach gestürzt, wusste aber nicht wie es gekommen war und keiner hatte ihm geholfen, da keiner da war in Tsing Tao. Er hat mir unter anderem eine Nummer eines Bekannten gegeben, wenn ich irgendwann mal nach Shanghai oder Taiwan möchte, dann könne ich dort mal wegen eines Jobs mich umgucken und hätte damit auch direkt eine Übernachtungsmöglichkeit. Das fand ich sehr nett. Nachdem es endlich mit meinem Internetzugang geklappt hatte, habe ich noch kurz meine E-Mails abgerufen und mich gegen 1 Uhr ins Bett gelegt.
Eine Decke hatte ich nicht, aber es war oben auf dem Dach jetzt nicht so kalt. Das Wetter hier in Singapur war jedenfalls angenehmer als in Kuala Lumpur, da hier seit meiner Ankunft heute Nachmittag ein kontinuierlich angenehmer Wind wehte.